Allgemeines

SAUERSTOFF - Basis für jede Zellfunktion 

Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie ist medizinisch reiner Sauerstoff das Medikament, das dem Patienten unter erhöhtem Umgebungsdruck verabreicht wird (zwei Komponenten: Sauerstoff und Druck).

Der in einer Druckkammer über eine Maske eingeatmete Sauerstoff fördert die Regeneration von Gewebe in hypoxischen und hypoxiegeschädigten Arealen, wodurch über verschiedene Mechanismen der Heilungsprozess angestoßen und beschleunigt wird.

Die HBO stellt eine hochwirksame und nebenwirkungsarme Behandlungsmethode dar. Sie wird eingesetzt zusätzlich und unterstützend zur Standardtherapie bei Patienten, bei denen sich damit keine ausreichende Heilung einstellt.

Sauerstoffmangel spielt bei vielen Erkrankungen eine zentrale Rolle. Zumeist ist der Sauerstoffmangel und sein Ausgleich durch HBO messbar. Durch die hohe Anreicherung von Sauerstoff im Gewebe wird bei der HBO eine Vielzahl von Heilungsprozessen angestoßen.

 

Somit kann Sie der Einsatz von HBO bei der Betreuung von Patienten mit einschlägigen Symptomen im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzeptes unterstützen. 

Die hyperbare Sauerstofftherapie ist eine sanfte, den Patienten nicht belastende, individuell angepasste, gut verträgliche Behandlungsmethode ohne wesentliches Komplikationspotential.

Diese Anwendung ist

  • schonend

  • nebenwirkungsarm

  • schmerzfrei

 

Hauptwirkungen

  • Regeneration von Sinnes- und Knochenzellen

  • Förderung der Gewebe- und Gefäßneubildung

  • Immunmodelierende Wirkung

  • Anti-entzündliche Wirkung

  • abschwellende Wirkung

 

Die Überdruckbehandlung kommt ursprünglich aus der Tauchmedizin und wurde schon Anfang des 20. Jahrhunderts zur Behandlung von Tauchunfällen eingesetzt. Seit der Einführung in die Herzchirurgie im Jahr 1960 wird die HBO weltweit neben der Notfallbehandlung, z.B. bei  Tauchunfall, Kohlenmonoxidvergiftung oder einer Gasembolie, auch im klinischen Bereich für die meist adjuvante Therapie ganz verschiedener Erkrankungen und Beschwerden angewendet.

Behandlungsablauf

Was passiert bei der Behandlung ? 

Zu Beginn erfragen wir ausführlich die Vorgeschichte Ihrer Erkrankung, der Medikamente und Ihrer bisherigen Behandlungen. Eine gründliche Untersuchung unter Verwendung bereits vorliegender Befunde klärt Ihre persönliche Eignung für die Anwendung der HBO-Therapie. Die Behandlung bei uns erfolgt immer in enger Abstimmung mit Ihren bisher behandelnden Ärzten/innen damit alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen optimal zueinander passen.

Nach der Voruntersuchung und dem Arztgespräch beginnt die Behandlung, die je nach Erkrankung zwischen 90 und 150 Minuten dauert. Jede HBO-Sitzung gliedert sich in drei Phasen:

1. Der Umgebungsdruck in der Therapiekammer wird langsam erhöht. 

2. Über spezielle Masken wird 100%iger Sauerstoff eingeatmet.

3. Der Umgebungsdruck in der Kammer wird bis zum

 

Erreichen des Normaldrucks langsam gesenkt.

Während der Behandlung sitzen Sie in Sesseln oder können, falls nötig, auch liegen. In der Druckkammer befindet sich die ganze Zeit über normale Raumluft, so dass Sie die Maske auch jederzeit abnehmen können. Zur ersten Druckkammer-Sitzung werden Sie von unserem erfahrenen und speziell ausgebildeten Fachpersonal begleitet. Eine videounterstützte Kommunikationsanlage ermöglicht den ständigen Sicht- und Sprechkontakt mit uns. Unsere Druckkammer ist mit einem hochmodernen medizintechnischen Überwachungssystem ausgestattet (EKG, Pulsfrequenz, Atmung, Blutdruck und Sauerstoffgehalt im Gewebe können gemessen werden).

Zusammenarbeit

Zusammenarbeit

Am Anfang steht das Gespräch


Im Vorgespräch erklären wir dem Patienten die Indikation und erheben die Anamnese, auch im Bezug auf Druckkammertauglichkeit. Gerne verwenden wir Vorbefunde, insbesondere Lungenfunktion, EKG und Lungenröntgen. Andernfalls erledigen wir dies selbstverständlich hier.

Behandlung in der Kammer – in Ruhe und Entspannung


Während der HBO-Behandlung sitzen die Patienten in der Therapie-Druckkammer in bequemen Sesseln. Bei Bedarf kann die Mehrpersonenkammer auch mit Patientenliegen ausgestattet werden. In der Druckkammer befindet sich normale Raumluft. Der medizinische Sauerstoff wird ausschließlich über eine Maske eingeatmet. Zu Beginn einer jeden Behandlung wird der Druck in der Druckkammer langsam erhöht. Mit Erreichen des Therapie-Druckes setzen die Patienten ihre Sauerstoff-Masken auf. Damit beginnt die eigentliche Behandlung mit hyperbarem Sauerstoff. Jeder Patient wird kontinuierlich durch unser kompetentes hyperbarmedizinisches Assistenzteam betreut. Durch unsere Video- und Audio-Anlage ist ein durchgehender Kontakt der Patienten mit unserem Personal möglich. Während der Behandlung können unsere Patienten Musik hören, lesen oder die Zeit der Ruhe genießen und  entspannen.

Sichere Therapie für den bestmöglichen Behandlungserfolg


Es gibt nur wenige Kontraindikationen für die Anwendung des Überdrucks, die wir aber während der Voruntersuchung ausschließen. Die Druckkammer ist nach aktuellen Standards zertifiziert (Personal und Technik) und verfügt über ein komplexes Monitoring.

HBO-Therapie

HBO-Therapie - Was ist das eigentlich ? 

Die hyperbare Sauerstoffbehandlung, kurz HBO für „hyperbare Oxygenation“, ist eine international in

vielen medizinischen Fachdisziplinen angewandte Therapiemethode.

Ziel der HBO-Therapie ist es, das mit Sauerstoff unterversorgte Gewebe (z.B. Wunde, Knochen)

wieder ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Dies geschieht in einer medizinischen Druckkammer

unter Aufsicht eines Arztes sowie unseres speziell ausgebildeten Fachpersonals. Während der

Behandlung herrscht in der Kammer Überdruck, wodurch deutlich mehr Sauerstoff im Blut gelöst

wird. Der Sauerstoff erreicht somit auch die Körperzellen, welche vorher nicht ausreichend versorgt

wurden. Dadurch werden zahlreiche genesungsfördernde Prozesse in Gang gesetzt.

Die HBO fördert: 

  • Die Regeneration von Gewebe, insbesondere von Sinnes- und Knochenzellen

  • Die Leistungsfähigkeit des Immunsystems

  • Durch ihre anti-entzündliche Wirkung das Abheilen von Entzündungen

Kosten

Informationen zur Kostenübernahme

Durch die Sicherung der Lebensqualität und die Vermeidung von Chronifizierung und ihren Folgekosten ist die hyperbare Sauerstofftherapie für Patienten und Versicherungen eine wirtschaftliche Therapie. 

In den meisten Fällen übernehmen private Krankenkassen die Behandlungskosten. Sie übernehmen die Kosten, wenn eine fachärztliche Indikation gestellt wurde und die Anwendung der Therapie begründete Aussicht auf Linderung oder Heilung ermöglicht. 

Berufsgenossenschaften erstatten ähnlich wie die privaten Krankenkassen. 

 

Beamte im öffentlichen Dienst haben die Möglichkeit, die Therapiekosten für bestimmte Indikationen anteilig durch die Beihilfe erstattet zu bekommen. 

Patienten der gesetzlichen Krankenkassen können Kosten entstehen, die privat getragen werden müssen. Ein Antrag auf Kostenübernahme kann jedoch immer auf Grundlage Ihres ärztlichen Attestes mit Empfehlung zur hyperbaren Sauerstofftherapie gestellt werden.

 

Die Krankenkasse entscheidet dann mit Hilfe der vorhandenen Informationen im Sinne einer Einzelfallentscheidung. Gerne unterstützen wir Sie/Ihren Patienten bei der Antragstellung. 

Beim Diabetischen Fußsyndrom müssen die Gesetzlichen Krankenkassen die Kosten übernehmen (BSG-Urteil 2012).

© 2020 - by Alpenfokus